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Geoweb
Vom Web zum Geoweb Part 1
TechConsumer bringt diesen Artikel und verweist hierauf: “…Informationen lokalisieren ist der nächste große Schritt und wird eine ganz neue Welt erschließen…”.
Das GeoWeb ist im kommen und bietet die Möglichkeit, Inhalte seiner Webseite/Weblog, einem Standort auf unserem Planeten zuzuweisen. Dabei können ganze Webseiten/Weblogs sowie auch einzelne Beiträge/Artikel und sogar RSSFeeds geokodiert werden. Warum das Ganze? Die Vorteile aus SEO-Sicht liegen auf der Hand - Suchmaschinen wie Google oder Yahoo werden mit ziemlicher Sicherheit und in absehbarer Zeit Informationen der Suchergebnisse u.a. in Form von Karten räumlich präsentieren.
Diverse Mashups, oder in diesem Fall GeoMashups, überfluten jetzt schon die weiten des WorldWideWeb mit geokodierten Inhalten. So ist es heute schon möglich, sich via Internet verschiedenste Informationen zu einem Standort einzuholen. Stehe ich zum Beispiel in Thailand und suche ein Hotel und für den späteren Abend einen Tanzschuppen mit cooler Housemucke, so werde ich bei Google Earth/Maps oder WikiMapia vielleicht fündig.
Wer mit seinen Webseiten/Weblogs im GeoWeb mitmischen will, der sollte seine Webinhalte mit Geodaten versehen:
GeoTags
Meta-Tags dürften jedem Webworker ein Begriff sein. GeoTags sind laut Wikipedia:
“Ein Geo-Tag ist ein Meta-Tag, der über die räumliche Zuordnung einer Webseite oder des Betreibers einer Webseite informiert. Mit räumlich sind dabei Daten wie Land, Bundesland, Postleitzahl und Längen- und Breitengrad gemeint.”
GeoTags können mittlerweile bequem mit einem Geo-Tag-Generator (GeoTag-Generator bei geotags.com , GeoTag-Generator bei Themenrelevant, GeoTag-Generator bei geo-tag.de) erstellt werden. Die Dinger spucken nach Eingabe der Daten für meinen Standort folgendes aus:
<meta name="geo.region" content="DE-NW" />
<meta name="geo.placename" content="Düsseldorf" />
<meta name="geo.position" content="51.205687;6.787753" />
<meta name="ICBM" content="51.205687,6.787753" />
Diese GeoTags müssen dann nur noch zu den üblichen Meta-Tags hinzugefügt werden. Weitere Infos zu den einzelnen Tags findet man hier. Danach kann man seine Webseite bei folgenden Diensten anmelden: GeoURL.org und FeedMap.net.
GeoRSS
Auch RSSFeeds sind wie folgt geokodierbar:
<?xml version="1.0"?>
<rss version="2.0" xmlns:geo=”http://www.w3.org/2003/01/geo/wgs84_pos#”>
<channel>
…
<item>
<title>An example annotation</title>
<link>http://example.com/geo</link>
<description>Just an example</description>
<geo:lat>26.58</geo:lat>
<geo:long>-97.83</geo:long>
</item>
Mehr zum Thema findet man bei Geocoded Rss, W3C Basic Geo und GeoRss.
KML
KML (Keyhole Markup Language) ist eine Anwendung von XML 1.0 mit der es möglich ist, Punkte, Linien, Polygone, Bilder, Betrachtungswinkel und -entfernungen zu definieren (siehe auch Wikipedia). Via KML Datei können Webseiteninhalte in den Google Suchergebnissen erscheinen, da Google Webseiten nach KML-Inhalten durchsucht. Ein einfaches Beispiel:
<kml xmlns="http://earth.google.com/kml/2.2"
xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom">
<Document>
<name>Blogname</name>
<atom:author>
<atom:name>Autorname</atom:name>
</atom:author>
<atom:link href="http://www.example.de/blog/" />
<Placemark>
<name>Blogname</name>
<Point>
<coordinates>6.7888,51.2068</coordinates>
</Point>
</Placemark>
</Document>
</kml>
Diesen Code mit seinen eigenen Angaben ergänzen, als KML Datei auf den Server schieben und in der sitemap.xml auf die KML Datei verweisen:
<url>
<loc>http://www.example.com/feeds/example3.xml</loc>
</url>
Weitere Infos zu KML gibt’s hier.
Sehr hilfreiche Multi-GeoTag-Generatoren stellen geo:truc und adressfix zur Verfügung.
Vom Web zum geoweb Part 2
Im ersten Part “Vom Web zum GeoWeb” ging es im wesentlichen darum wie man seine Webseite geokodiert. Dieser 2te Teil geht auf den Umstand ein, das aktuell eine Art “GeoRevolution” stattfindet - damit sind in erster Linie nicht die GeoMashups gemeint, sondern die vielen weltweiten Nutzer, die mit GeoMashups unzählige Inhalte auf Karten räumlich darstellen. Die Bezeichnung “Revolution” und der Anstoß zu diesem Beitrag stammen aus dem Artikel: With Tools on Web, Amateurs Reshape Mapmaking.
Die Revolution begann mit dem zur Verfügung stellen von Online Mapping Tools und wird nun von den Nutzern weitergeführt, die sich im Kartographieren versuchen. Bilder, Videos, Audio und Texte werden auf Karten organisiert und mit anderen geteilt. So entsteht eine Art Atlas, der umfangreicher sein wird als alle anderen bisher. Da gibt es Karten zu Spielplätzen in einer Stadt oder Karten die die schönsten Strände der Welt zeigen - der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.
In Ihrer Gesamtheit sind diese Karten Wikipedia ähnlich - sie reflektieren das Kollektivwissen von Millionen Mitwirkenden. Das Ende wird eine reich beschriebene Erde sein.
Mapping- und GIS-Tools standen zuvor nur professionellen Anwendern zur Verfügung - nun kann jeder Amateur seine eigene Karte erstellen. Besonders Firmen wie Google, Microsoft, und Yahoo haben Ihren Teil dazu beigetragen. Der Suchmaschinenkrieg um die ersten Ränge im Web brachte scheinbar ganz nebenbei leicht anwendbare Mapping Anwendungen wie Google Maps, Live Local und YahooMaps hervor - natürlich mit dem Hintergedanken weitere Einnahmequellen zu generieren.
(Quelle und mehr zum Thema bei New York Times)
Weiteres zumThema:
- The potential of user generated data
- User contributed Street View imagery
- The importance of public domain data in the case of the Minneapolis bridge collapse
- A world built by its inhabitants
Mapping Tools & soziales Mapping:
- Google Maps Meine Karten
- Platial.com
- Plazes.com
- Tagalag.com
- Tagzania.com
- Useamap.com
- und viele weitere im Web 2.0 Sammelalbum, bei ProgammableWeb und im GKarten Blog.
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